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Die Baubranche und der Fachkräftemangel

 

Die Baubranche ist schon immer eines der wichtigsten Standbeine der deutschen Wirtschaft gewesen. Unter anderem verdanken wir dem Bauwesen den wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit, der auch aus heutiger Sicht nur als Wunder bezeichnet werden kann. Ein vom Krieg zerstörtes Land, dass innerhalb kürzester Zeit zu einem der reichsten Länder dieser Erde geworden ist. Und eine Branche, die durch ihre hohe Nachfrage nach Arbeitskräften aus dem Ausland unsere Gesellschaft und unsere Kultur nachhaltig geprägt hat. Deutsches Handwerk, in vielen Ländern ist das ein Qualitätsmerkmal. Und Zeichen für eine starke Wirtschaft.

 

Auch heute hält die Nachfrage an. 2018 erreichten die Auftragseingänge der Branche ein Rekordhoch. Für die Firmen bleibt dennoch ein großes Problem: Ihnen fehlen Fachkräfte. Auch wenn das Bauhauptgewerbe kontinuierlich Personal aufbaut, gibt es mehr Aufträge, als abgearbeitet werden können. Der Grund dafür: Die meisten jungen Leute schreckt das raue Image des Baus und die harte, körperliche Arbeit ab. Außerdem sind nach der Ausbildung befristete Stellen üblich, und diese unsichere berufliche Perspektive und die damit verbundene Planungsunsicherheit wirkt sich  negativ auf das Attraktivität des Baugewerbes aus.

 

 

Geht es in den kommenden Jahren so weiter, wird sich die Lage noch verschlechtern. Nach Aussage der deutschen Bauwirtschaft wird etwa ein Viertel der deutschen Baufacharbeiter aus Altersgründen nicht mehr arbeiten. Bleibt die Lage beim Fachkräftemangel so, wie sie aktuell ist, dann kann nur die Hälfte der freiwerdenden Stellen mit Nachwuchskräften besetzt werden. Die Jobs müssen wieder attraktiver werden, unter anderem auch durch Lohnsteigerungen. Denn der Zuzug von von ausländischen Arbeitern kann zwar kurzfristig eine Lösung sein, aber nicht auf Dauer.